8. Mai 2023 · Nachhaltigkeit

DIY und Upcycling

Ein zweites Leben für alte Möbel und Accessoires

In Zeiten von Klimawandel und Umweltschutz ist es wichtiger denn je, Leben und Alltag so ressourcenschonend und umweltfreundlich wie möglich zu gestalten. Eine Möglichkeit dazu bietet das Upcycling, das alten Gegenständen neues Leben einhaucht.

Möbeln zu neuem Glanz verhelfen

Besonders im Trend liegen dabei Möbelstücke im sogenannten „Shabby Chic“. Dabei werden Möbelstücke so bearbeitet, dass sie deutliche Gebrauchsspuren aufweisen. Bereits vorhandene Spuren werden entsprechend hervorgehoben und tragen zum stimmigen Gesamtbild bei. Die Möbel müssen dabei nicht wirklich vintage sein – auch neuere Stücke, zum Beispiel von IKEA, lassen sich umgestalten. Wer also ein altes Regal oder einen neu erworbenen Kleiderschrank besitzt, braucht lediglich etwas Farbe, um diese in ein Vintage-Wunder zu verwandeln. Eine gute Möglichkeit sind dabei Kreidefarben, bei denen mit dunkleren Farbtönen oder speziellen Wachssorten Details an den Kanten aufgetragen werden können, um den visuellen Alterungseffekt zu verstärken. Neue Griffe im Retro-Stil tragen zur vollständigen Verwandlung bei.

Wem Shabby Chic nicht zusagt, der findet in Farbe und Klebefolien dennoch eine gute Möglichkeit, Möbel nach Wunsch umzugestalten oder kleinere Gebrauchsspuren zu verstecken. Gerade die Klebefolien haben vielseitige Einsatzmöglichkeiten, beispielsweise für die Rückwand von Bücherregalen oder um die Schreibtischplatte aus Holz doch in eine Marmorplatte zu verwandeln – ohne deren Gewicht und für schmales Geld.

Vom Gurkenglas zum Hingucker

Ein großer Pluspunkt des Upcyclings ist der Kostenvorteil. Alte Möbel und Accessoires aufzupeppen, ist häufig wesentlich preisgünstiger als die Anschaffung neuer Produkte. Das beweisen auch Blumenvasen aus Gläsern. Hierzu können verschiedene Gläser, die sonst den Weg in den Müll angetreten hätten, in echte Hingucker verwandelt werden. Einfach das leere Glas von der Lieblingsmarmelade oder den letzten Gurken in der gewünschten Farbe bepinseln und mit frischen Blumen bestücken.

Ergänzend können Stoffreste und Schnüre als dekorative Elemente verwendet werden. Wenn es mal saisonal werden soll, können mit der Serviettentechnik Servietten mit Schneeflocken oder ähnlich schönen Motiven ohne großen Aufwand auf das Glas gebracht werden. Neben Blumenvasen können so Kerzen- oder Teelichthalter entstehen. Das Ergebnis wird in jedem Fall stylisch.

Die größeren Projekte

Ein gutes Ausgangsmaterial für größere DIY-Projekte sind Holzpaletten. Diese können zu schicken Regalen umfunktioniert werden. Dazu müssen die Paletten auseinandergenommen, geschliffen und in der gewünschten Farbe gestrichen werden. Anschließend können sie entweder einzeln oder zu einem großen Regal zusammengesetzt werden. Ebenso können Schlaf- und Sitzmöglichkeiten aus Paletten gestaltet werden. Die entsprechenden Polster können entweder ebenfalls selbst gestaltet oder mittlerweile auch in Baumärkten oder Möbelgeschäften gekauft werden.

Wer Bücher aussortiert hat und diese nicht mehr lesen möchte, kann sie mit etwas Farbe in einen Nachttisch, oder bei entsprechend angepasster Anzahl gar in einen Couchtisch, verwandeln. Dazu kann zunächst eine Farbe ausgesucht und die Bücher bemalt werden – sie sehen aber auch im Originalzustand gut aus. Im nächsten Schritt werden die (bemalten) Bücher aufeinandergelegt, bis die gewünschte Form entstanden ist. In dieser werden sie fixiert, je nach Größe und gewünschter Stabilität mit Klebstoff, Leim oder Schrauben, und schon ist das neue Möbelstück fertig.

Nicht ganz günstig, aber ebenfalls ein echter Hingucker, sind zu einer Minibar umfunktionierte Flug Trolleys. Die kleinen Getränkewagen, die in Flugzeugen ihren Einsatz gefunden haben, werden teilweise von Airlines ausrangiert und anschließend in Vintage Stores angeboten. Mit ein paar zusätzlichen Regalbrettern, dem Einbau einer Innenbeleuchtung oder gar einer Kühlfunktion entsteht eine individuelle Minibar, die dem heimischen Wohnzimmer eine besondere Atmosphäre verleiht.

Wo Materialien zu finden sind

Wer mit den Gegenständen im eigenen Haushalt zufrieden ist und diese nicht weiter verändern möchte, kann sich auch außerhalb gezielt Produkte zum Upcycling sowie für DIY-Projekte suchen. Neben den bereits genannten Vintage Stores lassen sich in Second-Hand-Läden oftmals viele verschiedene Gegenstände finden, deren Umgestaltungspotenzial unermesslich ist. Altes Besteck kann einen runden Spiegel mit etwas Klebstoff und Farbe in eine strahlende Sonne verwandeln. Bilderrahmen können mit Kork oder gespannten Schnüren bestückt werden und somit Notizen oder den Lieblingsfotos ein individuelles Zuhause bieten. (Wein-)Kisten eignen sich hervorragend als Wandregale für Grünpflanzen oder die Souvenirs aus dem letzten Urlaub.

In Second-Hand-Shops oder in öffentlichen Bücherschränken finden sich literarische Werke, die nicht mehr gelesen werden. Sie bilden die Basis für vielseitige DIY-Projekte. „Orimoto“ die Kunst des Bücherfaltens, macht sich zum Beispiel wunderbar im Bücher- oder Weinkistenregal. Hierbei werden die Seiten so gefaltet, dass sich ganze Formen, Zahlen oder Wörter künstlerisch aus ihnen ergeben. Aber auch weniger aufwändige DIY-Projekte können aus Büchern entstehen, zum Beispiel ein Bücher-Safe. Mit einem Messer oder einer Schere ein Rechteck aus den Seiten entfernen, in jede Richtung aber rund zwei Zentimeter Rand stehen lassen. Wenn die verbliebenen Ränder noch verleimt werden, entsteht eine stabile Aufbewahrungsmöglichkeit, die sich nahtlos ins Bücherregal einfügt – für Schmuck oder kleine Geheimnisse.

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt

Eine „Marmor“-Schreibtischplatte aus Holz, Möbel aus Paletten und aufgepeppte Gläser als Blumenvasen sind nur einige Beispiele dafür, wie Gegenstände zweckentfremdet oder nach eigenem Gusto umgestaltet werden können. Oftmals reichen ein paar Handgriffe und etwas Farbe, um Gegenstände im Nu in stilvolle, individuelle Eye-Catcher zu verwandeln. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt, um alte Dinge im neuen Glanz erstrahlen zu lassen.

Upcycling und DIY-Projekte sind jedoch nicht nur Mittel, um die eigene Kreativität auszuleben und die eigene Wohnsituation zu verschönern, sondern tragen nebenbei dazu bei, Ressourcen zu schonen und Müll zu reduzieren. Denn wenn die gewünschten Gegenstände nicht im eigenen Haushalt vorhanden sind, kann der Weg zum Second-Hand-Laden angetreten werden – oder Freunde und Verwandtschaft werden zum Aussortieren ermuntert.

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